Bund der Deutschen Minderheit Danzig / Związek Mniejszości Niemieckiej Gdańsk
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Pawel Huelledass sich der Danziger Schrift- steller Pawel Huelle mit seinen Büchern auf die Spuren jener Zeit begibt, in der das alte, deutsche Danzig auf das neue polnische trifft? In seinem Roman "Weiser Dawidek" streift er fasziniert durch das Danzig der Nachkriegszeit.

 
Zuwendung

Im Jahr 2011 nutzte der Bund der Deutschen Minderheit in Danzig Zuwendungen des Ministeriums für Inneres und Verwaltung in Warschau zur Co-Finanzierung folgender Projekte:

  • Finanzbuchhaltung
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Augabe Nr. 1/2011

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Gedenken an die Opfer der Typhusepidemie im Danziger Gefängnis 1945-46

Am 31. Oktober 2003 fand auf dem Gelände des Park Kulturowy Twierdza Gdansk die feierliche Einweihung des Denkmal für die Typhusopfer, die in den Jahren 1945-46 im Danziger Gefängnis verstorben sind.

Nach kurzen Ansprachen der geladenen Gäste, wurde das Denkmal vom Pawel Adamowicz, dem Präsidenten der Stadt Danzig, Rolf Wagner, dem Konsul der Bundesrepublik Deutschland in Danzig und Gerhard Olter, vom Bund der deutschen Minderheit in Danzig feierlich enthüllt. Unter den geladenen Gästen befanden sich auch den Vizemarschall der Woiwodschaft Pomorskie, Bogdan Borusewicz und Waldemar Kowalski, der Direktor der Danziger Untersuchungshaftanstalt. Außerdem nahmen Vertreter des Woiwodschaftsamtes, des Stadtrats, des Danziger Zweigstelle des Institut für nationales Gedenken und vor allem zahlreiche Familienangehörige der Verstorbenen aus Danzig und Deutschland teil.

Nach der feierlichen Enthüllung wurde das Denkmal geweiht durch Erzbischof Tadeusz Goclowski und den evangelischen Bischof  Michal Warczynski sowie den Seelsorger der deutschen Minderheit in Danzig, Pfarrer Krzysztof Niedaltowski. Diese Weihe wurde von einem ökumenischen Gebet in polnischer und deutscher Sprache begleitet.

Initiator und Stifter des Denkmals ist der Bund der deutschen Minderheit in Danzig. Das Monument besteht aus einem zweigeteilten Gedenkstein, dessen Teile durch ein Kreuz verbunden sind. Auf der einen Seite befindet sich folgende Inschrift in polnischer Sprache, auf der anderen auf Deutsch:
Hier fanden etwa 1100 Häftlinge – zumeist  Deutsche, Polen und Angehörige anderer Nationen – ihre letzte Ruhestätte. Sie waren von April 1945 bis April 1946 im hiesigen Gefängnis an der Schießstange einer Typhus-Epidemie zum Opfer gefallen.
Ihnen zu Ehren und zu Ehren Tausender unbekannter Opfer der Epidemie in Gdañsk wurde dieses Denkmal gestiftet von: Stadt Gdañsk, Bund der Deutschen Minderheit in Gdañsk. Oktober 2003.

Im Frühjahr 2004 wird das Gelände eingezäunt, der Boden befestigt und mit Pflanzen sowie einer Bank bestückt. Die Friedhofsanlage wird von der Stadt Danzig finanziell ermöglicht.

Im Sommer des Jahres 2001 wurde, dank Kurt Piornack aus Mirow bei Schwerin, die Tatsache, dass viele Menschen bei der Typhusepidemie im Danziger Gefängnis starben, bekannt. Augenzeugen halfen den Ort, an dem die Verstorbenen begraben wurden, zu finden. Auch die Recherchen von Herrn Kowalski im Archiv des Danziger Gefängnisses halfen hierbei. Dies alles geschah, um der Personen zu gedenken, die im Morgengrauen in einem Danziger Park verscharrt wurden.

Im Sommer des Jahres 2001 wurde mir, dank eines ehemaligen Häftlings, die Geschehnisses aus dem Nachkriegsgdansk bekannt – die Geschichte des Typhusepidemie im Gefängnis an der Schießtange/ul. Kurkowa. Die darauffolgenden zwei Jahre waren von der Suche nach dem Ort, an dem die Opfer begraben worden waren, nach den Namen der Verstorbenen und von Gesprächen mit Zeitzeugen gekennzeichnet. Es war uns wichtig, die wahre Geschichte in Erfahrung zu bringen und der bei Nacht und Nebel Verscharrten in Ehren zu gedenken.

Gerhard Olter

Der Metroplit von Danzig, Ersbischof Tedeusz Goclowski, weihte das Denkmal ein.
Der Metroplit von Danzig, Ersbischof Tedeusz Goclowski, weihte das Denkmal ein.

Denkmal im Kulturpark der Stadtbefestigungsanlage "Twierdza Gdansk"
Denkmal im Kulturpark der Stadtbefestigungsanlage Twierdza Gdansk"